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Bremskraftverstärker, kurz BKV, dienen bei Schleifbremsen zur Erhöhung der Bremskraft. Die Pedalkraft wird dabei mithilfe eines Vakuum-  oder Hochdruckverstärkers gesteigert, wodurch der Fahrer selbst beim Bremsen weniger Kraft aufs Pedal ausüben muss.
Im Projekt BKV arbeiten Wissenschaftler des IPSSE mit der Volkswagen AG an der Entwicklung von BKV-Systemen zusammen und Berücksichtigung dabei die Variantenvielfalt in der Automobilindustrie.

Moderne Fahrzeuge sind durch eine Vielzahl von Komponenten und hohe künstliche Komplexität, sowie starke Abhängigkeit der Module gekennzeichnet. Bei breiten Schnittstellen der Software-Komponenten ist die Kohäsion gleichzeitig gering. Zudem degeneriert die Ausgangsarchitektur im Laufe der Zeit immer mehr.
Die Ursachen dafür liegen neben dem hohem Zeitdruck darin, dass die Änderungen der BKV-Systeme sich gegenwärtig lediglich auf lokale Anpassungen, anstatt auf die Gesamtarchitektur beziehen. Auch die Definition der Varianten-Anforderung, welche relativ spät im Entwicklungsprozess stattfindet, ist relativ knapp gehalten.
Der Gegenstand des Projektes ist die Konstruktion einer neuen Architektur, sowie die Entwicklung einer Softwareproduktlinie, aufbauend auf einer Analyse der Ausgangssituation.
Die Arbeit erfolgt in drei Iterationen, wobei die ersten zwei bereits erfolgreich abgeschlossen sind und einem Test im Fahrzeug unterzogen wurden.